Roll-up-Banner gestalten: sichtbarer Bereich, Auflösung, Dateigröße
Ein Roll-up wird aus zwei bis drei Metern Entfernung im Stehen gelesen — nicht am Bildschirm aus 40 cm. Das ändert alles: welche Information nach oben gehört, wie groß Schrift sein muss und welcher Teil des Motivs gar nicht sichtbar ist, weil er in der Kassette verschwindet. Dieser Leitfaden bringt dein Design in genau die Form, die gedruckt auch funktioniert.
Der sichtbare Bereich — und was in der Kassette verschwindet
Das Druckbild ist höher als das, was der Betrachter später sieht. Die unteren Zentimeter laufen in die Kassette ein und sind im aufgestellten Zustand verdeckt — je nach Modell sind das grob 5 bis 20 cm. Dorthin gehört nichts Wichtiges: kein Logo, keine Telefonnummer, keine Kernaussage.
Genauso wichtig ist der Kopfbereich auf Augenhöhe (etwa 120–160 cm ab Boden): Hier landet der erste Blick, hierhin gehört die Hauptbotschaft. Die Dateigröße für dein Modell und Format nennt dir der Konfigurator nach der Formatwahl — leg dein Layout genau in dieser Größe an; die Zugabe für Kassette und Klemmleiste ist darin schon enthalten. Alles Weitere steht in der Druckdaten-Anleitung.
Blickführung: was nach oben gehört, was nach unten
Ein Roll-up hat Sekunden, um zu wirken. Bewährt hat sich eine klare Reihenfolge von oben nach unten:
- Oben: Logo oder Absender — sofort erkennbar, auch von der Seite.
- Mitte (Augenhöhe): eine Kernaussage in großer Schrift. Eine, nicht fünf.
- Unten: Handlungsaufruf, Website, QR-Code — aber oberhalb der Kassettenzone.
Faustregel Schriftgröße: Die Hauptbotschaft sollte aus drei Metern lesbar sein — das heißt in der Praxis Versalhöhen ab etwa 6–8 cm. Viel Weißraum wirkt hochwertiger als eine volle Fläche; ein ruhiger Hintergrund lässt die Aussage stehen.
Druckdaten richtig anlegen: Auflösung, Farbe, Dateigröße
| Auflösung | 100–150 dpi in Endgröße. Ein Roll-up wird nicht aus 30 cm betrachtet — mehr als 150 dpi bringt nur riesige Dateien, keine sichtbar bessere Qualität. |
| Farbraum | CMYK anlegen, nicht RGB. Kräftige Bildschirmfarben (leuchtendes Blau, sattes Orange) wirken im Druck ruhiger — im CMYK-Modus siehst du das vorher. |
| Dateigröße | Kein eigener Beschnitt nötig: Leg die Datei in der Größe an, die der Konfigurator nennt – die Zugabe ist enthalten. Vollflächige Hintergründe ziehst du bis an den Rand der Datei. |
| Dateiformat | PDF mit eingebetteten Schriften (oder Schrift in Pfade umgewandelt). Pixelbilder als PDF/TIFF/JPG in voller Auflösung — keine Web-Grafiken aus der Website ziehen. |
Am einfachsten: Format im Konfigurator wählen, die genannte Dateigröße übernehmen, Design anlegen und als PDF exportieren. Wir prüfen jede Datei vor dem Druck.
Die fünf häufigsten Gestaltungsfehler
- Wichtiges zu tief platziert — verschwindet in der Kassette. Alles Relevante bleibt oberhalb der verdeckten Zone.
- Zu viel Text — ein Roll-up ist ein Plakat, kein Flyer. Eine Aussage, wenige Stichpunkte.
- Zu kleine Schrift — was am Monitor groß wirkt, ist auf 200 cm Höhe aus drei Metern winzig.
- Niedrig aufgelöste Logos aus der Website — auf Bannergröße hochskaliert werden sie unscharf. Vektor oder hochauflösend liefern.
- Gegenlicht ignoriert — steht das Roll-up vor einer Fensterfront, scheint helles Textil durch. Dann blickdichtes Material wählen.
Häufige Fragen
Welche Auflösung braucht ein Roll-up-Banner?
100 bis 150 dpi in Endgröße reichen vollkommen. Ein Roll-up wird aus mehreren Metern betrachtet, nicht aus der Nähe — höhere Werte vergrößern nur die Datei, ohne dass man einen Unterschied sieht.
Wie hoch ist der sichtbare Bereich, wie viel verschwindet in der Kassette?
Je nach Modell laufen unten grob 5 bis 20 cm in die Kassette ein und sind verdeckt. Die genaue Dateigröße nennt dir der Konfigurator nach der Formatwahl – leg die Datei genau so an und nichts Wichtiges nach ganz unten.
Welches Dateiformat soll ich hochladen?
Am besten ein PDF mit eingebetteten Schriften (oder Schriften in Pfade umgewandelt) in Endgröße. Reine Pixelmotive gehen auch als TIFF oder JPG in voller Auflösung. Keine Grafiken aus der Website verwenden — die sind für den Druck zu klein.
Muss ich einen Anschnitt anlegen?
Nein. Leg die Datei genau in der Größe an, die der Konfigurator nach der Formatwahl nennt – die Zugabe für Kassette und Klemmleiste ist darin enthalten. Einen vollflächigen Hintergrund ziehst du bis an den Rand der Datei. Unser Datencheck prüft das vor dem Druck.
Ich habe keine Druckdatei — geht das trotzdem?
Ja. Du kannst zuerst bestellen und die Datei später über dein Konto oder per Link nachreichen. Welche Dateigröße du brauchst, nennt dir der Konfigurator; alle Anforderungen stehen in der Druckdaten-Anleitung unter /druckdaten.
Design fertig? Modell und Format im Konfigurator wählen und Druckdatei direkt hochladen.
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